GOR Arbeitsgruppe Simulation und Optimierung komplexer Systeme und ÖGOR Arbeitskreis Produktion und Logistik

von Martin Zsifkovits und Christian Stummer

Der jährliche Workshop der AG Simulation und Optimierung komplexer Systeme fand in diesem Jahr in Kooperation mit dem ÖGOR Arbeitskreis Produktion und Logistik in Wien statt. Der Leiter des ÖGOR AK, Prof. Dr. Karl Dörner und Prof. Dr. Marc Reimann, luden dazu in die SkyLounge der Universität Wien an der Roßauer Lände ein, wo das gemeinsame Treffen bei herrlicher Aussicht und interessanten Vorträgen abgehalten werden konnte. Der inoffizielle Start der Veranstaltung erfolgte bereits am Vorabend beim Get-Together in Plachuttas Gasthaus neben der Wiener Staatsoper. Hier konnten sich die Teilnehmer in geselliger Runde bei Wiener Spezialitäten kennenlernen und austauschen. Es war besonders erfreulich, dass eine große Anzahl an Teilnehmern dieser Einladung nachgekommen ist.
Insgesamt konnten dreißig Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich, Polen und Thailand bei der Sitzung begrüßt werden. Das Programm umfasste neun Vorträge. Als erster präsentierte Frank Benda von der Universität Wien seine Arbeit zum LEGO Model, einem Flow-Shop Scheduling Ansatz mit alternativen Ressourcen, sequenzabhängigen Zeit-Setups und Blocking. Danach folgte ein Vortrag von Johannes Zsifkovits von der Krages GmbH über einen agentenbasierten Simulationsansatz zur Unterstützung der Kapazitätsplanung einer zentralen ambulanten Erstversorgungseinheit für einen Krankenhaus-Neubau. Vor der ersten Pause stellte zudem em.Prof. Dr. Gustav Feichtinger Warteschlangenansätze zur Optimierung der Terror-Prävention vor. Nach Kaffee und Kuchen mit Blick auf die Votivkirche und die Roßauer Kaserne referierte schließlich eine Gaststudentin an der Universität Wien, Chuleeporn Kusoncum aus Thailand, ihre Arbeit zu „Simulation-based approaches for processes improvement of the sugar mill yard management system: A case study of the sugar industry in the central region of Thailand“.

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Gleich nach der Mittagspause folgten zwei Beiträge von Vertretern der Universität Bielefeld. J.-Prof. Dr. Markus Günther präsentierte dabei eine Arbeit mit dem Titel „Prediction is difficult, especially about the future: A multi-method decision support approach for planning innovations for future markets”, in welcher (qualitative) Szenarioanalysen mit einer agentenbasierter Simulation kombiniert werden. Vor allem die Anknüpfung an ein konkretes Industrieprojekt sowie die entsprechende Validierung mit Realdaten stießen bei den Teilnehmern auf reges Interesse. Im zweiten Vortrag hat sich Michelle Haurand mit dem Erfolg von Negative Campaigning beschäftigt. In einer agentenbasierten Simulation werden hierzu mögliche Auswirkungen auf die Etablierung eines dominanten Designs am Beispiel von Waffentypen (Pfähle, Knoblauch, etc.) für den (natürlich fiktiven) Kampf zwischen Menschen und Vampiren untersucht.

David Schmaranzer von der Universität Wien beschäftigt sich danach mit der simulationsbasierten Optimierung der Zugintervalle der Wiener U-Bahnen. Die Analyse diverser Settings und Beispiele hat zu einer angeregten Diskussion unter den Teilnehmern geführt. Nach einer weiteren Kaffeepause folgten die letzten beiden Vorträge des Workshops. Prof. Dr. Klaus Altendorfer von der FH Oberösterreich thematisierte dazu zunächst „Effects of forecast errors on optimal utilization in aggregate production planning with stochastic customer demand“, bevor Georg Fröhlich von der Universität Wien Ergebnisse aus seiner Masterarbeit mit dem Titel „Genetic Programming zur Erzeugung einer Multi-Iterativen Prioritätsregel für das Job Shop Problem mit terminorientierter Zielsetzung“ vorstellte.

Die Organisatoren der Sitzung bedanken sich bei allen Vortragenden für die spannenden Beiträge sowie bei den Teilnehmern der Sitzung für die rege Diskussion. Darüber hinaus gilt Frau Carina Artner-Konecny großer Dank für die Organisation vor Ort und die Vorbereitung der Pausen. Herzlichen Dank!

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Bei Interesse an den Themen der Arbeitsgruppe Simulation und Optimierung komplexer Systeme melden Sie sich für eine Aufnahme in den Verteiler bitte formlos bei martin.zsifkovits@unibw.de an.

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