Stellenausschreibung Prae-Doc, WU Wien

Möchten Sie einen wichtigen Schritt in Ihrer wissenschaftlichen Karriere setzen? Dann finden Sie bei uns beste Rahmenbedingungen dafür. Die WU (Wirtschaftsuniversität Wien) ist die größte Wirtschaftsuniversität der Europäischen Union mit mehr als 2.100 Mitarbeiter/inne/n in Forschung, Lehre und Verwaltung und rund 23.000 Studierenden. Als Arbeitsplatz bieten wir einen architektonisch herausragenden, modernen Campus in der Nähe des Wiener Praters.

Zur Verstärkung unseres Teams im Institut für Produktionsmanagement suchen wir voraussichtlich ab 1. Oktober 2018 befristet für die Dauer von sechs Jahren eine/n

Universitätsassistent/in prae doc Teilzeit, 30 Stunden/Woche

Ihr Aufgabenbereich

  • Mitarbeit in Lehre und Forschung des Instituts für Produktionsmanagement
    Selbständige Durchführung von Lehrveranstaltungen: SBWL Produktionsmanagement; SBWL – Beschaffung, Logistik, Produktion (Erstellung und Korrektur von Prüfungen)
  • Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten
  • Forschung: Doktorat oder PhD in Operations und/oder Supply Chain Management
  • Mitarbeit an Forschungsprojekten des Instituts selbständiges wissenschaftliches Arbeiten

Ihr Profil

  • Abgeschlossenes Diplom- oder Masterstudium mit Schwerpunkten in Operations and Supply Chain Management oder Operations Research
  • Interesse am wissenschaftlichen Arbeiten mit dem Schwerpunkt im Quantitative Operations and Supply Chain Management
  • Bevorzugte Interessen in Capacity and Inventory Management, Quality Management, Sustainable Circular Supply Chains
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse
  • Erste Lehrerfahrung von Vorteil

Das monatliche Mindestentgelt beträgt 2.095,95 Euro brutto, Anrechnung von tätigkeitsbezogenen Vordienstzeiten möglich. Haben Sie Interesse an dieser Tätigkeit mit persönlichen Weiterbildungsmöglichkeiten in einem angenehmen Arbeitsklima? Dann bewerben Sie sich bitte bis spätestens 29. August 2018 auf unserer Homepage unter http://www.wu.ac.at/jobs (Kennzahl 3706).

40 Jahre Österreichische Gesellschaft für Operations Research ÖGOR (G. Feichtinger, R. Kovacevic)

Die Österreichische Gesellschaft für Operations Research feiert ihr 40 jähriges Bestehen auf ihrer diesjährigen Jahrestagung

Freitag, 23.11.2018 ab 13:00 (Registrierung ab 12:15)
Wirtschaftsuniversität Wien (Clubraum im Library und Learning Center)
Welthandelsplatz 1, 1020 Wien

Wir werden an 40 Jahre ÖGOR erinnern, die Hauptvorträge werden aber auch wichtigen Zukunftsthemen gewidmet sein.

Richard Eglese (Lancaster University): Looking back and looking ahead

Luis Baringo Morales (Universidad de Castilla – La Mancha): Decision making under uncertainty in power systems via stochastic programming and robust optimization

Walter Gutjahr (Universität Wien): Finding Fair Solutions – Challenges in Inequity-Averse Optimization

Ein weiterer Programmpunkt wird die Verleihung der ÖGOR Preise sein.

Da die ÖGOR seit jeher eng mit der GOR verbunden ist, freuen wir uns besonders, dass Prof. Alf Kimms, der Vorstandsvorsitzende der GOR sein Kommen zugesagt hat.
Die ÖGOR wurde am 23. Oktober 1978 unter Vorsitz von Dr. Mandl (Institut für Höhere Studien, Wien) formell gegründet. In den folgenden Jahren gelang es unter Prof. Harhammer (IBM) vielfältige Arbeitskreise, sowie gute internationale Beziehungen aufzubauen, was in der Organisation der EURO VI Tagung 1983 in Wien gipfelte.

Unter Prof. Burkard (Technische Universität Graz) wurden die Beziehungen zur Schweizer OR Community ausgebaut und 1987 fand die erste gemeinsame Jahrestagung von ÖGOR und SVOR statt. Danach kam es auch noch zu weiteren gemeinsamen Jahrestagung der beiden Gesellschaften. Ein weiterer Meilenstein für die ÖGOR – zu der Zeit unter Leitung von Prof. Feichtinger (Technische Universität Wien) – war dann die Organisation eine gemeinsamen Tagung der beiden deutschen OR-Gesellschaften DGOR und GMOeOR, der Schweizer OR-Vereinigung SVOR und der OeGOR im Jahr 1990. Mit mehr als 1200 Teilnehmern war das damals die größte mitteleuropäische Tagung mit nahezu einem Drittel ost-europäischer Operations Researcher unter den Teilnehmern.

Unter Vorsitz von Prof. Pflug (Universität Wien) kam es in den frühen 90er Jahren zu einem starken Mitgliederwachstum und die wissenschaftliche Zeitschrift Central European Journal for Operations Research and Economics CEJORE wurde begründet. Die Finanzierung brachte die ÖGOR an den Rand des Möglichen, und konnte nur zusammen mit Schwesterngesellschaften aus Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien gewagt werden. Unter den Vorsitzenden Prof. Leopold-Wildburger (Universität Graz) und Prof. Luptacik (damals Technische Universität Wien) konnte das Journal gefestigt werden, Prof. Leopold-Wildburger leitet die Zeitschrift, die später in CEJOR umbenannt wurde, bis zum heutigen Tag als editor in chief.

In der Amtszeit von Prof. Hartl (Universität Wien) kam es um die Jahrtausendwende zu einer Modernisierung der ÖGOR-Administration. Der Webauftritt der ÖGOR wurde aufgebaut, und Aussendungen wie die ÖGOR News elektronisch durchgeführt. Im Jahr 2002 konnte zudem die OR 2002 in Klagenfurt erfolgreich abgehalten werden. Unter Prof. Bomze (Universität Wien) konnte die Administration weiter modernisiert werden. Erstmals wurde auch ein Sponsor für den ÖGOR Preis gewonnen. In der Amtszeit von Prof. Rauner (Universität Wien) gelang es schließlich, mit dem Springer Verlag feste vertragliche Grundlagen für die Zeitschrift CEJOR zu schaffen, welche 2009 in den Science Citation Index aufgenommen wurde. Unter dem Vorsitz von  Prof. Reimann (Universität Graz) wurden die Vereinsstatuten erneuert und 2015 konnte die OR 2015, organisiert von Prof. Pflug, erfolgreich in Wien durchgeführt werden.

Ein Überblick über aktuelle Ereignisse, sowie weitere relevante Informationen finden sich auf unserer Webseite http://www.oegor.at.

Obituary for Engelbert Dockner

(G. Feichtinger)

In April 2017, one of the most renowned economists and Operations Researchers of Austria, Engelbert Dockner, passed away after a long heavy ( gutes englisch?) sickness.  Engelbert spoke – as always – openly about his malsdy and was quite optimistic. This was his nature and helped him to cope with the difficulties the fate bestowed him.

One early cornerstone of Engelbert´s scientific career was his Ph. D. thesis in which he provided an elegant stability analysis for the stationary states  of two-state optimal control models. Generations of economists and Operations Researchers have used ‘Dockner´s formula’ to get valuable insights into the qualitative structure of the solution of intertemporal optimization models of various kinds. Later Engelbert applied his formula successfully to our research on habit formation and addiction.

It is not the place here to review his scientific successes. But this obituary would be not complete if the `blue bible´ of Cambridge University Press on `Differential Games in Economics and Management Science´ is not  mentioned. Together with his co-authors he wrote the best book that ever existed on dynamic games in economics and Operations Research.

Engelbert was not only an outstanding scientist, but also an excellent teacher. The students were enthusiastic about his teaching qualities. His lectures at conferences were notoriously brilliant.    Several young colleagues were motivated by him to start a successful scientific career.

Engelbert´s mind was full of sparkling ideas, and his capabilities for networking made him to a favourite co-author.  Beside of his deep and broad research interests resulting from his curiosity in scientific problems, his trademark was his modest and well-balanced personality. He accepted his fate with equanimity.

 

13. ÖGOR – IHS WORKSHOP & ÖGOR ARBEITSKREIS „MATHEMATISCHE ÖKONOMIE UND OPTIMIERUNG IN DER ENERGIEWIRTSCHAFT“ 2018

ORT: INSTITUT FÜR HÖHERE STUDIEN (IHS), JOSEFSTÄDTER STRAßE 39, 1080 WIEN, HÖRSAAL E02
ORGANISATION: GEROLD PETRITSCH (EVN), DANIEL HUPPMANN (IIASA), LEOPOLD SÖGNER (IHS)

Am 17. und 18. Mai 2018 fand am Institut für Höhere Studien (IHS) in Wien der 13. ÖGOR – IHS Workshop & ÖGOR Arbeitskreis „Mathematische Ökonomie und Optimierung in der Energiewirtschaft“ statt. Das IHS stellte nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung, sondern sorgte auch mit Kaffee, Keksen und Brötchen für das leibliche Wohl. Als Sponsor konnte neben dem IHS wie vor zwei Jahren die ENERGIEALLIANZ AUSTRIA (EAA) gewonnen werden.

Diese Veranstaltung ist die größte ihrer Art in Österreich und aus dem energiewirtschaftlichen Tagungsprogramm nicht mehr wegzudenken. Das Programmkomitee bestand wie im Vorjahr aus Gerold Petritsch (EVN) und Daniel Huppmann (IIASA), die lokale Organisation lag in den bewährten Händen von Helga Hanl-Lohn und Leopold Sögner (IHS). Auch Herbert Müller (TU Wien, früherer ÖGOR-Arbeitskreisleiter „Prognose“) übernahm wieder einen „Chair“. Erstmals eröffnete der amtierende ÖGOR-Vorsitzende (Raimund Kovacevic) gemeinsam mit Leopold Sögner den Workshop.
Mit über 80 Anmeldungen und wurde ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt, was nicht zuletzt am vielseitigen und interessanten Programm lag. 16 Vorträge (7 Vortragende aus Deutschland und 9 österreichische) wurden teils in englischer Sprache im Plenum gehalten. Schwerpunkte waren dabei
• Optimales Marktdesign
• Energiewende und Erneuerbare
• Trading und Prognose
• Gasmarktmodellierung
• Szenarien als Schnittstelle zwischen Forschung und Politik
• Open Data
Zwischen den durchwegs hochklassigen Vorträgen ergaben sich spannende Diskussionen, die oftmals in den Kaffeepausen oder beim gemütlichen Heurigen in Ottakring fortsetzten.
Den heurigen “Wolfgang Polasek –Nachwuchspreis“ gewann Andreas Fleischhacker (TU Wien, EEG ) mit seinem Vortrag “On sharing distributed energy resources in energy communities”.
Das positive Feedback ermutigt uns zur Fortsetzung der Serie im nächsten Frühjahr, aber auch die TU Wien-EEG als Veranstalter der IEWT (13.-15. 2. 2019) wünschen unsere Mitorganisation. Interessenten mögen sich betreffend beider Veranstaltungen an gerold@petritsch.co.at wenden.

Links:
https://www.ihs.ac.at/de/events/oegor-ihs-workshop/13-workshop-2018/
https://www.ihs.ac.at/events/oegor-ihs-workshop/13-workshop-2018/
http://eeg.tuwien.ac.at/iewt2017

(Gerold Petritsch)

5th Alpen-Adria-Workshop on Optimization

von Angelika Wiegele

Vom 6. bis 9. Dezember fand bereits die 5. Ausgabe des von der ÖGOR unterstützten Alpen-Adria-Workshops on Optimization statt. Der Einladung zum Workshop folgten 26 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Italien, Slowenien, Holland und Österreich. Hauptvorträge bildetend Anfang und Abschluss des wissenschaftlichen Programms: Frank Vallentin sprach über Measurable Colourings of Infinite Graphs und Gerhard Woeginger über Hard Voting Problems.

In einer problem session nutzten einige Teilneherminnen und Teilnehmer die Gelegenheit, offene Probleme mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu diskutieren. 13 weitere Vorträge über Bundle Methods, Matrix Factorization Ranks, verschiedenste Arten Quadratischer Probleme, etc. füllten die Workshoptage aus.

Bei gemeinsamen Abendessen, beim Glühwein am Christkindlmarkt, einer Schifffahrt am Wörthersee sowie bei der Wanderung durch eine herrliche Winterlandschaft auf den Pyramidenkogel konnte auch außerhalb des Hörsaales diskutiert und optimiert werden.

Mehr Informationen: http://aawo2017.aau.at/

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Tagung der ÖGOR-Arbeitsgruppe „Operations Research in Health Care & Disaster Management“ und der Austrian Health Economics Association (ATHEA)

Marion Rauner, Wien und Margit Sommersguter-Reichmann, Graz sowie
Walter Gutjahr, Wien und Tina Wakolbinger, Wien

Am Mittwoch, den 10. Mai 2017, veranstalteten die OEGOR-Arbeitsgruppe „Operations Research in Health Care & Disaster Management“ und die „Austrian Health Economics Association“ (ATHEA) eine Tagung zum Thema “New Challenges in Health Care and Disaster Management“. Diese Veranstaltung war nicht nur eine kick-off-Veranstaltung anlässlich der Erweiterung der seit 2004 bestehenden Arbeitsgruppe „OR im Gesundheitswesen“ um den Schwerpunkt „Disaster Management“, letzterer unter der Leitung von ao. Univ.-Prof. Dr. Walter Gutjahr und Frau Prof. Tina Wakolbinger, PhD., und eine Veranstaltung anlässlich des erfolgreichen Abschlusses des fp7-EU Projektes S-HELP; sondern vielmehr war diese Tagung der Ehrung von o. Univ.-Prof. Dr. Kurt Heidenberger anlässlich seiner Emeritierung gewidmet.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau ao. Univ.-Prof. Dr. Marion Rauner wurde die Veranstaltung offiziell von Herrn o. Univ.-Prof. Dr. Otto Altenburger mit Grußworten an die Teilnehmer/innen sowie den Jubilar Heidenberger eröffnet. Herr Dr. Raimund Kovacevic sprach als neuer Präsident der ÖGOR über die Erweiterung der Arbeitsgruppe und informierte über sonstige Arbeitsgruppen der ÖGOR. Anschließend gaben Herr ao. Univ.-Prof. Dr. Walter Gutjahr und Frau Prof. Tina Wakolbinger einen kurzen Überblick über den Forschungsbereich „Disaster Management“. Frau Dr. Monika Riedel informierte über die ATHEA sowie deren Forschungsgruppen und gab einen kurzen Überblick über die kommenden Veranstaltungen.

Im Rahmen einer Kurzlaudatio auf Herrn o. Univ.-Prof. Dr. Kurt Heidenberger spielte Frau ao. Univ.-Prof. Dr. Marion Rauner Video-Grußbotschaften von Frau Prof. Sigrun Schwarz von der Fachhochschule Münster und Herrn Prof. Steffen Flessa von der Universität Greifswald ein.

Im Anschluss sprach Frau Dr. Riedel im Rahmen des Referats „Effizienz im Gesundheitswesen aus der Sicht internationaler Systemvergleiche“ über die Herausforderungen hinsichtlich der Durchführung und Interpretation von Effizienzvergleichen aus internationaler Sicht. Eine weitere Video-Grußbotschaft kam in der Folge von Prof. Liam O’Neill von der University of North Texas, der gemeinsam mit Professor Heidenberger publiziert hat.


Vortrag I: Dr. Monika Riedel, Institut für höhere Studien, Wien

Im Rahmen des zweiten wissenschaftlichen Vortrages zum Thema “Can We Define “The” Objective Function of Humanitarian Logistics?” zeigte Herr ao. Univ.-Prof. Dr. Walter Gutjahr Probleme auf, die bei der Formulierung ‚der‘ Zielfunktion für humanitäre Logistik unter Berücksichtigung von Gerechtigkeit entstehen. Eine weitere Laudatio wurde von Dr. Florian Waldner, einem ehemaligen Lehrstuhlmitarbeiter gehalten, der ebenfalls eine Video-Grußbotschaft vom ehemaligen Mitarbeiter Dr. Martin Zsifkovits von der Universität der Bundeswehr München einspielte.


Vortrag II: Univ.-Prof. Dr. Walter Gutjahr, Universität Wien

Im Rahmen des letzten Referats zum Thema “A Comprehensive Decision Support System for Enhanced Emergency Decision Management and Training” wurden von Herrn Mag. Helmut Niessner und Professor Dr. Odd Steen von der Universität von Lund die Arbeiten auf nationaler Ebene, in diesem Fall für Österreich, sowie die Zusammenfassung länderspezifischer Arbeiten für die Entwicklung eines Decision Support Systems unter Berücksichtigung aller teilnehmenden Länder im Rahmen des EU S-HELP Projektes vorgestellt.


Vortrag III: Mag. Helmut Niessner, Universität Wien


Vortrag IV: Prof. Dr. Odd Steen, Lund University

Nach einer kurzen Pause hielt Prof. Dr. Christian Stummer von der Universität Bielefeld eine Laudation auf den Jubilar Professor Dr. Kurt Heidenberger, im Rahmen derer dessen wissenschaftliche Arbeiten gewürdigt wurden.


Laudautio von Univ.-Prof. Dr. Christian Stummer

Die Veranstaltung fand einen Abschluss im Rahmen eines Sektempfangs in der Universität Wien.


Zusätzlich möchten wir Sie auf unsere neue Webseite verweisen (http://oegor-hcdm.univie.ac.at/).

Wir freuen uns auf weitere Veranstaltungen wie beispielsweise die von Univ.-Prof. Dr. Tina Wakolbinger organisierte EURO Hope 2017 an der Wirtschaftsuniversität Wien (https://www.wu.ac.at/en/scm/euro-hope-2017/)

Mit freundlichen Grüßen vom neuorganisierten Arbeitskreis „OR in Health Care and Disaster Management“

GOR Arbeitsgruppe Simulation und Optimierung komplexer Systeme und ÖGOR Arbeitskreis Produktion und Logistik

von Martin Zsifkovits und Christian Stummer

Der jährliche Workshop der AG Simulation und Optimierung komplexer Systeme fand in diesem Jahr in Kooperation mit dem ÖGOR Arbeitskreis Produktion und Logistik in Wien statt. Der Leiter des ÖGOR AK, Prof. Dr. Karl Dörner und Prof. Dr. Marc Reimann, luden dazu in die SkyLounge der Universität Wien an der Roßauer Lände ein, wo das gemeinsame Treffen bei herrlicher Aussicht und interessanten Vorträgen abgehalten werden konnte. Der inoffizielle Start der Veranstaltung erfolgte bereits am Vorabend beim Get-Together in Plachuttas Gasthaus neben der Wiener Staatsoper. Hier konnten sich die Teilnehmer in geselliger Runde bei Wiener Spezialitäten kennenlernen und austauschen. Es war besonders erfreulich, dass eine große Anzahl an Teilnehmern dieser Einladung nachgekommen ist.
Insgesamt konnten dreißig Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich, Polen und Thailand bei der Sitzung begrüßt werden. Das Programm umfasste neun Vorträge. Als erster präsentierte Frank Benda von der Universität Wien seine Arbeit zum LEGO Model, einem Flow-Shop Scheduling Ansatz mit alternativen Ressourcen, sequenzabhängigen Zeit-Setups und Blocking. Danach folgte ein Vortrag von Johannes Zsifkovits von der Krages GmbH über einen agentenbasierten Simulationsansatz zur Unterstützung der Kapazitätsplanung einer zentralen ambulanten Erstversorgungseinheit für einen Krankenhaus-Neubau. Vor der ersten Pause stellte zudem em.Prof. Dr. Gustav Feichtinger Warteschlangenansätze zur Optimierung der Terror-Prävention vor. Nach Kaffee und Kuchen mit Blick auf die Votivkirche und die Roßauer Kaserne referierte schließlich eine Gaststudentin an der Universität Wien, Chuleeporn Kusoncum aus Thailand, ihre Arbeit zu „Simulation-based approaches for processes improvement of the sugar mill yard management system: A case study of the sugar industry in the central region of Thailand“.

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Gleich nach der Mittagspause folgten zwei Beiträge von Vertretern der Universität Bielefeld. J.-Prof. Dr. Markus Günther präsentierte dabei eine Arbeit mit dem Titel „Prediction is difficult, especially about the future: A multi-method decision support approach for planning innovations for future markets”, in welcher (qualitative) Szenarioanalysen mit einer agentenbasierter Simulation kombiniert werden. Vor allem die Anknüpfung an ein konkretes Industrieprojekt sowie die entsprechende Validierung mit Realdaten stießen bei den Teilnehmern auf reges Interesse. Im zweiten Vortrag hat sich Michelle Haurand mit dem Erfolg von Negative Campaigning beschäftigt. In einer agentenbasierten Simulation werden hierzu mögliche Auswirkungen auf die Etablierung eines dominanten Designs am Beispiel von Waffentypen (Pfähle, Knoblauch, etc.) für den (natürlich fiktiven) Kampf zwischen Menschen und Vampiren untersucht.

David Schmaranzer von der Universität Wien beschäftigt sich danach mit der simulationsbasierten Optimierung der Zugintervalle der Wiener U-Bahnen. Die Analyse diverser Settings und Beispiele hat zu einer angeregten Diskussion unter den Teilnehmern geführt. Nach einer weiteren Kaffeepause folgten die letzten beiden Vorträge des Workshops. Prof. Dr. Klaus Altendorfer von der FH Oberösterreich thematisierte dazu zunächst „Effects of forecast errors on optimal utilization in aggregate production planning with stochastic customer demand“, bevor Georg Fröhlich von der Universität Wien Ergebnisse aus seiner Masterarbeit mit dem Titel „Genetic Programming zur Erzeugung einer Multi-Iterativen Prioritätsregel für das Job Shop Problem mit terminorientierter Zielsetzung“ vorstellte.

Die Organisatoren der Sitzung bedanken sich bei allen Vortragenden für die spannenden Beiträge sowie bei den Teilnehmern der Sitzung für die rege Diskussion. Darüber hinaus gilt Frau Carina Artner-Konecny großer Dank für die Organisation vor Ort und die Vorbereitung der Pausen. Herzlichen Dank!

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Bei Interesse an den Themen der Arbeitsgruppe Simulation und Optimierung komplexer Systeme melden Sie sich für eine Aufnahme in den Verteiler bitte formlos bei martin.zsifkovits@unibw.de an.

Kurzbericht über die IFORS Tagung in Quebec im Juli 2017

von Ulrike Leopold-Wildburger

Die Welttagung der International Federation of Operations Research Societies – kurz IFORS – findet alle 3 Jahre in einem anderen Kontinent statt; heuer wurde – wie bereits 1996 – Kanada als Gastgeberland ausgewählt. Quebec Stadt ist als würdiger Austragungsort für eine derartige Konferenz hervorgetreten. Als besonders attraktiv erwiesen sich die Provinz und die Stadt Quebec auf Grund der großartigen und imposanten Feierlichkeiten zum 150 Jahre Jubiläum des Landes Kanada.

Der chronologisch erste Höhepunkt fand für Österreich bereits im Vorfeld der Tagung statt: Die Europäische Vereinigung der OR Gesellschaften – EURO – hielt am 16. Juli, ein Sonntagmorgen (!) ihre Jahrestagung ab und entschied einen aus unserer Community – nämlich Immanuel Bomze – zu ihrem Präsidenten zu machen! Wir gratulieren ihm sehr, sehr herzlich zu dieser ehrenwerten Aufgabe.

Die EURO umfasst mittlerweile nahezu alle Europäischen Länder und auch die angrenzenden Mittelmeer-Repräsentanten und auch Südafrika; und es werden jährlich mehr Mitglieder. Die EURO veranstaltet die großen Jahreskonferenzen, sowie kleine Mini-Konferenzen und besitzt auch eine große Anzahl von Arbeitsgruppen, sowie Sommer- und Winterschulen und ist mit verschiedenen Zeitschriften verbunden. Daraus kann man erkennen, wie umfangreich die Aufgabengebiete für Immanuel sein werden. Da bleibt nur ein Wunsch: Toi, toi toi !

Einen weiteren Höhepunkt der Tagung stellten die Plenar- bzw Semi-Plenar Vorträge dar. Diese wurden in einem Saal mit mehr als 1200 Sitzplätzen vorgetragen. (Foto 1) Beeindruckend wie Egon Balas mit seinen 95 Jahren sich da durchgesetzt hat! Auch der Verfasserin dieses Beitrages ist das – nach Aussagen von Anwesenden – sehr gut gelungen. (Foto 2)

Natürlich gab es ein Treffen des CJOR Boards, das sehr harmonisch und voller Begeisterung für die Zeitschrift verlaufen ist. Schließlich sei noch ein Schnappschuss des Galaabends angehängt, auf dem man unsere treuen Zeitschriften-Partner aus Prag erkennen kann. (Foto 3)

Die IFORS Tagung in Quebec hat auch einen Nachmittag für alle Freizeithungrigen zur Verfügung gestellt: dabei konnte man unter verschiedenen Angeboten wählen. Dabei wurde der angehängte Schnappschupp gemacht, der das Quiz dieser Ausgabe bedeutet: Wessen fesche Wadeln sind auf dem Foto zu erkennen? (Foto4).
Kurz zusammengefasst: Es war eine großartige Tagung in einer enorm pulsierenden Stadt, die die OR Community gut genutzt hat, um vielerlei Anregungen zu erfahren und weitere Kontakte zu knüpfen.