11. ÖGOR – IHS Workshop und ÖGOR-Arbeitskreis „Mathematische Ökonomie und Optimierung in der Energiewirtschaft“

Am 27. und 28. April 2016 fanden sich bis zu 80 Interessierte beim 11. ÖGOR – IHS Workshop und ÖGOR-Arbeitskreis „Mathematische Ökonomie und Optimierung in der Energiewirtschaft“ im neuen, Standort des Instituts für Höhere Studien im Palais Strozzi (Wien Josefstadt) ein. Sponsoren waren neben dem Institut für Höhere Studien erstmals die Energieallianz Austria (EAA).

Fast 80 TeilnehmerInnen aus der österreichischen und deutschen Energiewirtschaft, von e-Control, deutschen und österreichischen Universitäten sowie aus der Software-Industrie stellen einen neuen Teilnehmerrekord in dieser Veranstaltungsreihe dar.

Das Leitmotto „Markt und Physik“ war letztlich dem gesetzlich verordneten „Unbundling“ geschuldet: Eine Mehrzahl von uns bearbeiten den deregulierten Energiemarkt: Optimierung der Erzeugung, der Regelenergie oder Marktanalysen und Prognosen beschäftigen uns. Aber auch der regulierte Netzbetrieb bietet gerade in Zeiten der Energiewende spannende Fragestellungen. Die „Gegenseite“ zu kennen und ansatzweise zu verstehen ist nötig, denn die nichtlineare Physik der elektrischen Anlagen lässt sich nur mangelhaft durch (lineare) Marktregeln abbilden. So lauteten die Themengebiete der 12 Vorträge und einer Publikumsdiskussion

  • „Markt und Physik – eine Herausforderung” mit dem Leitvortrag von Dr. Hansjörg Hauer und vielfältigen Fachvorträgen von deutschen und österreichischen Experten.
  • „Flow Based Market Coupling” – das ist eine Art Annäherung der realen Lastflüsse durch das Regelwerk im internationalen Handel, mit vier Gastvortragenden aus Deutschland.
  • Regel- und Ausgleichsenergiemärkte: insgesamt 4 Vorträge von APG, IIASA und TU Wien (EEG) beleuchteten verschiedene Aspekte dieser noch jungen und nicht wirklich ausgereiften Materie.

Unter dem wissenschaftlichen Nachwuchs (bis 30 Jahren) wurde der von EAA gestiftete „Wolfgang Polasek-Gedächtnispreis“ für den besten Vortrag vergeben. Die Publikumswahl entschied Bettina Burgholzer (TU Wien-EEG) mit ihrem Vortrag über Modellierung der Vorhaltung und des Abrufs von Regelenergie.

Im Bild die Preisübergabe an Bettina Burgholzer durch den Gastgeber Leopold Sögner und Gerold Petritsch sowie die Vorjahrssiegerin Elke Moser.
Zwischen den Vorträgen und beim Heurigen am ersten Abend ergab sich reichlich Möglichkeit zum Gedankenaustausch zwischen Theoretikern und Praktikern der verschiedenen Fachrichtungen.

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Auditorium
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Preisverleihung an Bettina Burgholzer
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