40 Jahre Österreichische Gesellschaft für Operations Research ÖGOR

Die Österreichische Gesellschaft für Operations Research feiert ihr 40 jähriges Bestehen auf ihrer diesjährigen Jahrestagung

Freitag, 23.11.2018 ab 13:00 (Registrierung ab 12:15)
Wirtschaftsuniversität Wien (Clubraum im Library und Learning Center)
Welthandelsplatz 1, 1020 Wien

Wir werden an 40 Jahre ÖGOR erinnern, die Hauptvorträge werden aber auch wichtigen Zukunftsthemen gewidmet sein.

Richard Eglese (Lancaster University): Looking back and looking ahead

Luis Baringo Morales (Universidad de Castilla – La Mancha): Decision making under uncertainty in power systems via stochastic programming and robust optimization

Walter Gutjahr (Universität Wien): Finding Fair Solutions – Challenges in Inequity-Averse Optimization

Ein weiterer Programmpunkt wird die Verleihung der ÖGOR Preise sein.

Da die ÖGOR seit jeher eng mit der GOR verbunden ist, freuen wir uns besonders, dass Prof. Alf Kimms, der Vorstandsvorsitzende der GOR sein Kommen zugesagt hat.
Die ÖGOR wurde am 23. Oktober 1978 unter Vorsitz von Dr. Mandl (Institut für Höhere Studien, Wien) formell gegründet. In den folgenden Jahren gelang es unter Prof. Harhammer (IBM) vielfältige Arbeitskreise, sowie gute internationale Beziehungen aufzubauen, was in der Organisation der EURO VI Tagung 1983 in Wien gipfelte.

Unter Prof. Burkard (Technische Universität Graz) wurden die Beziehungen zur Schweizer OR Community ausgebaut und 1987 fand die erste gemeinsame Jahrestagung von ÖGOR und SVOR statt. Danach kam es auch noch zu weiteren gemeinsamen Jahrestagung der beiden Gesellschaften. Ein weiterer Meilenstein für die ÖGOR – zu der Zeit unter Leitung von Prof. Feichtinger (Technische Universität Wien) – war dann die Organisation eine gemeinsamen Tagung der beiden deutschen OR-Gesellschaften DGOR und GMOeOR, der Schweizer OR-Vereinigung SVOR und der OeGOR im Jahr 1990. Mit mehr als 1200 Teilnehmern war das damals die größte mitteleuropäische Tagung mit nahezu einem Drittel ost-europäischer Operations Researcher unter den Teilnehmern.

Unter Vorsitz von Prof. Pflug (Universität Wien) kam es in den frühen 90er Jahren zu einem starken Mitgliederwachstum und die wissenschaftliche Zeitschrift Central European Journal for Operations Research and Economics CEJORE wurde begründet. Die Finanzierung brachte die ÖGOR an den Rand des Möglichen, und konnte nur zusammen mit Schwesterngesellschaften aus Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien gewagt werden. Unter den Vorsitzenden Prof. Leopold-Wildburger (Universität Graz) und Prof. Luptacik (damals Technische Universität Wien) konnte das Journal gefestigt werden, Prof. Leopold-Wildburger leitet die Zeitschrift, die später in CEJOR umbenannt wurde, bis zum heutigen Tag als editor in chief.

In der Amtszeit von Prof. Hartl (Universität Wien) kam es um die Jahrtausendwende zu einer Modernisierung der ÖGOR-Administration. Der Webauftritt der ÖGOR wurde aufgebaut, und Aussendungen wie die ÖGOR News elektronisch durchgeführt. Im Jahr 2002 konnte zudem die OR 2002 in Klagenfurt erfolgreich abgehalten werden. Unter Prof. Bomze (Universität Wien) konnte die Administration weiter modernisiert werden. Erstmals wurde auch ein Sponsor für den ÖGOR Preis gewonnen. In der Amtszeit von Prof. Rauner (Universität Wien) gelang es schließlich, mit dem Springer Verlag feste vertragliche Grundlagen für die Zeitschrift CEJOR zu schaffen, welche 2009 in den Science Citation Index aufgenommen wurde. Unter dem Vorsitz von  Prof. Reimann (Universität Graz) wurden die Vereinsstatuten erneuert und 2015 konnte die OR 2015, organisiert von Prof. Pflug, erfolgreich in Wien durchgeführt werden.

Ein Überblick über aktuelle Ereignisse, sowie weitere relevante Informationen finden sich auf unserer Webseite http://www.oegor.at.

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Obituary for Engelbert Dockner

(G. Feichtinger)

In April 2017, one of the most renowned economists and Operations Researchers of Austria, Engelbert Dockner, passed away after a long heavy ( gutes englisch?) sickness.  Engelbert spoke – as always – openly about his malsdy and was quite optimistic. This was his nature and helped him to cope with the difficulties the fate bestowed him.

One early cornerstone of Engelbert´s scientific career was his Ph. D. thesis in which he provided an elegant stability analysis for the stationary states  of two-state optimal control models. Generations of economists and Operations Researchers have used ‘Dockner´s formula’ to get valuable insights into the qualitative structure of the solution of intertemporal optimization models of various kinds. Later Engelbert applied his formula successfully to our research on habit formation and addiction.

It is not the place here to review his scientific successes. But this obituary would be not complete if the `blue bible´ of Cambridge University Press on `Differential Games in Economics and Management Science´ is not  mentioned. Together with his co-authors he wrote the best book that ever existed on dynamic games in economics and Operations Research.

Engelbert was not only an outstanding scientist, but also an excellent teacher. The students were enthusiastic about his teaching qualities. His lectures at conferences were notoriously brilliant.    Several young colleagues were motivated by him to start a successful scientific career.

Engelbert´s mind was full of sparkling ideas, and his capabilities for networking made him to a favourite co-author.  Beside of his deep and broad research interests resulting from his curiosity in scientific problems, his trademark was his modest and well-balanced personality. He accepted his fate with equanimity.